19
Oct 2017

Ohne standardisierte Krankengeschichte wird eHealth scheitern - Beitrag 2

Damit eHealth Realität werden kann, muss die medizinische Dokumentation strukturiert erfolgen, wie es sich im Bereich der Leistungsabrechnung etabliert hat. Die Führung eines EPD darf nicht zu Mehraufwand für den Arzt führen. Deshalb ist die Strategie von amétiq, mithilfe einer durchdachten Strukturierung der Krankengeschichte, einzelne Inhalte effizient und per Knopfdruck von siMed ins EPD übertragen zu können.

Heute besteht die Versorgungskette im Gesundheitswesen aus einer Vielzahl von Insellösungen. Die Vision eHealth des Bundes hat zum Ziel, die gesamte Versorgungskette miteinander zu vernetzen. Damit will der Bund die Prozesskosten im Gesundheitswesen senken sowie Doppelspurigkeiten und daraus resultierende Fehler ausmerzen. So, wie das neue KVG und der Tarmed-Tarif anfangs der 2000er-Jahre zu einer Standardisierung der Praxisadministration geführt haben, sollen zukünftig auch medizinische Daten maschinenlesbar erfasst, verarbeitet und ausgetauscht werden. Nur wenn die Daten strukturiert ins elektronische Patientendossier übertragen werden, macht das neue Gesetz Sinn und kann der Nutzen von E-Health, Effizienzsteigerung und Kostensenkung, sich entfalten. 

 

Von der individuellen zur standardisierten Krankengeschichte 

amétiq hat die digitale Krankengeschichte schon früh lanciert und sich dabei an den individuellen Bedürfnissen des Arztes orientiert. Damit einzelne Informationen aus der Krankengeschichte zukünftig ins elektronische Patientendossier übertragen und über elektronische Plattformen mit anderen Akteuren der Versorgungskette ausgetauscht werden können, müssen diese Daten strukturiert und nach anerkanntem Standard codiert sein. Im Rahmen des EPD ist vorderhand nichts anderes als die PDF-Ablage von Dokumenten vorgesehen. Mit der siMed eKG schafft amétiq eine Grundlage, um später zu erwartende Anpassungen an  anerkannte globale Standards effizient umsetzen zu können. 

eHealth Ready

 

Spitäler treiben die Digitalisierung voran 

Von der Kosteneinsparung durch die digitale Übermittlung ein- und ausgehender Daten profitieren vor allem die Spitäler. Es liegt in ihrem Interesse, die Digitalisierung voranzutreiben. So wird der Druck auf niedergelassene Ärzte, medizinische Informationen und Patientendaten digital anzuliefern, früher oder später von dieser Seite zunehmen. 

 

Die Spitäler arbeiten an unterschiedlichen Lösungen zur Anbindung der Arztpraxen an Ihre Prozesse. Die „Lösung“ aus Sicht der Spitäler sieht in der Regel vor, dass sie den niedergelassenen Ärzten ein Self-Service Portal zur Verfügung stellen. Auf diesem Portal soll die Arztpraxis die Daten erfassen und Informationen des Spitals auch wieder abholen. Das ambitiöse Ziel von amétiq ist es, diese Daten direkt aus siMed bzw. der eKG heraus ans Spital schicken zu können und Informationen des Spitals direkt in die eKG zurück fliessen zu lassen. 

 

Eine standardisierte Krankengeschichte bietet einige Vorteile für die Arztpraxis. Lesen Sie im nächsten Beitrag dieser Serie, was Sie als Arzt von einer Standardisierung Ihrer eKG haben. 

 

Den ersten Beitrag verpasst?